jetzt staun ich nicht schlecht, basierend auf der letzten martin rütter folge
viewtopic.php?f=19&t=54&p=3475#p3475 habe ich mal nach puggles gegoogelt, weil der kleine paul einfach zum knutschen war...
ergebnis: ein puggle ist ein Hybridhund
Ein Hybridhund ist ein Hund, dessen Elterntiere zwei unterschiedlichen, ausgesuchten Rassen angehören und deren Verpaarung geplant ist (im Gegensatz zu „Bastarden“, Mischlingen) mit dem Ziel, die positiven Eigenschaften beider Rassen zu akkumulieren. Aus diesem Grund werden die Ergebnisse auch Designerhunde genannt. Mit den Ergebnissen wird nicht weitergezüchtet, sondern es werden immer wieder beide Rassen neu verpaart.
http://de.wikipedia.org/wiki/HybridhundLabradoddle, das sagte mir was, was ich noch so fand ist echt interessant
Andreas Werner, Labradoodle Club Germany
Eine Kreuzung verursacht UnfälleBeim Puggle etwa treffe Sofahund auf Jagdhund, die schwachen Atemorgane der Kreuzung reichten nicht für die große Aktivität des Beagle. Manche unterschätzten auch den Bewegungsdrang. Etwa die Rentnerin aus Holzwickede, der ihr Puggle "Gucci" zu agil ist. Man habe ihn ihr "als Schoßhund" verkauft, lässt sie auf puggleweb.de wissen, und dass sie die "süße Knautschmasse" mit Körbchen deshalb als "Notfall" für nur 500 Euro verkaufe.
Die Fronten sind verhärtet. Dass Mischlinge den Anstrich einer Rasse bekommen und so zur Konkurrenz werden, passt vielen Züchtern nicht. Gerade erst mussten sie die Meldung verdauen, dass die Welpenzahlen bei Dackeln und Schäferhunden drastisch zurückgehen. Designerhunde legen dagegen zu. Puggleproduzent Bomholt berichtet von anonymen Drohanrufen und offenen Anfeindungen.
Andreas Werner aus Hannover sagt, dass er Kritik ignoriere, denn eines züchte er sicher nicht: Modehunde. Der Präsident des Labradoodle Club Germany hat vor zwei Jahren den ersten deutschen Labrador-Pudel-Mix präsentiert. Dieser wurde vor 15 Jahren in Australien nicht unter modischen Gesichtspunkten gezüchtet, sondern unter gesundheitlichen. Das freundliche Wesen und die gute Nase des Labradors wurden gepaart mit der Intelligenz und dem kaum haarenden Fell des Pudels. "Die Rassen ergänzen sich traumhaft", schwärmt Werner, der zwei Größen und vier Farben anbietet. Der gelehrige Labradoodle sei nun der populärste Hund für Blinde und Allergiker. Elf Welpen kamen gerade zur Welt, Anfragen gebe es weit mehr, auch aus dem Ausland.
Teure SchönheitZüchter Werner kämpft für ein seriöses Image des Labradoodle. Er kreuze nur erstklassige Rassehunde, sagt er, sein Pudelzuchtrüde "Never" sei Träger internationaler Championtitel. DNS-Proben der Zuchttiere hat Werner beim Mikrobiologischen Institut für Haustiere an der Uni Göttingen hinterlegt, da könne sich jeder vergewissern, dass sie bester Abstammung und krankheitsfrei seien. 1200 Euro kostet ein Labradoodle bei ihm. Seiner Maxime Folge leisten will bislang keiner: Andreas Werner ist der einzige Züchter im Labradoodle Club Germany. Geadelt fühlt er sich trotzdem: Immerhin hat der Labradoodle es als einziger designer dog ins Oxford English Dictionary geschafft.
Anerkannt als Rasse sind Labradoodle oder Schnoodle nicht. Ob sie es je werden, ist fraglich. Erst wenn eine Zucht in sechs unabhängigen Linien nachgewiesen ist, wozu man fast 100 Tiere und Jahrzehnte braucht, erkennt die Fédération Cynologique Internationale, der Weltverband für Hundezucht, sie als Rasse an. Durch das Kreuzungsgebot verändern sie sich optisch zwangsläufig, der Reiz fiele weg. "Wir haben 350 Rassen, wir brauchen keine neuen", sagt Hellmuth Wachtel, Hundeforscher aus Wien.
Natürlich seien viele Rassen durch Kreuzungen entstanden, bei Designerhunden handele es sich aber, bis auf Labradoodle, um "reine Schönheitskreuzungen", die nur eines seien: teuer. Kritik übt Wachtel vor allem an teacup size dogs. "Diese Kreuzungen von Superzwergen sind Tierquälerei", sagt er. Bei den Hunden, die oft nicht mal zwei Kilo wiegen und gerne in die Taschen von Paris Hilton passen, seien die Mäuler zu klein für Zähne, Hunde kämen mit Löchern im Kopf zur Welt, ihre Knochen zerbrächen.
» Wenn schon gemischt wird, ist es besser, es kontrolliert zu tun. «
Hellmuth Wachtel
Teetassenhund mit AtemproblemDie Teetassenhunde seien aber Extremfälle, auf den gemeinen Designerhund treffe das nicht zu. Wie für alle Mischlinge gelte für sie: "Sie sind im Durchschnitt gesünder und langlebiger als Rassehunde." Durch die Verpaarung unterschiedlicher Rassen fielen typische Erbkrankheiten weg. Gleichwohl träten nicht unbedingt alle gewünschten Merkmale ein. Keiner könne garantieren, dass ein Labradoodle nicht doch Allergien auslöst oder ein Puggle nicht doch Atemprobleme hat.
Den Streit zwischen Züchtern und Kreuzern hält Hellmuth Wachtel für überflüssig. Gezielte Mischungen seien nicht aufzuhalten, da wäre es sinnvoller, wenn Rassehüter wie der Verband für das Deutsche Hundewesen sie nicht als Konkurrenz sähen, sondern sich ihrer annähmen und Regeln für die seriöse Zucht schaffen würden. "Wenn schon gemischt wird, ist es besser, es kontrolliert zu tun", findet er. Kynologische Verbände wären dann für die gesamte Zucht zuständig, was jedem Hundeliebhaber dienen würde. Viele seien verunsichert, was die Seriosität der Verkäufer von Designerhunden angehe.
Über so etwas muss sich Königin Elisabeth keine Gedanken machen. Die britische Monarchin hat ihren eigenen Designerhund erschaffen - zufällig. Die Verbindung eines ihrer Corgies mit Dackel Pipkin von Prinzessin Margaret führte zu einem neuen royalen Kläffer: dem Dorgie. Dem Kennel Club, dessen Schirmherrin die Queen ist, gefiel das gar nicht, und als es vor Jahren dazu kam, dass Elisabeth II. für den Rasseverband für ein Porträt posieren sollte, gab man ihr zu verstehen, dass ihr Ansinnen dieses mit Lieblings-Dorgie Tinker zu tun, eine sehr schlechte Idee sei. Die Queen drohte damit, dann eben gar nicht mehr zu posieren - mit Erfolg. Zwar stand der Dorgie mit seinen fliegenden Ohren nie Pate für einen Trend, immerhin aber hängt Mischling Tinker nun in Öl in den repräsentativen Räumen der britischen Rassehüter.
http://www.sueddeutsche.de/leben/583/437328/text/3/http://www.welt.de/lifestyle/article133 ... dhund.html