Mit Paula ging im August 2005 ein langersehnter Traum in Erfüllung.
Ein Hund sollte es nun endlich sein, leider von nichts eine Ahnung, schauten wir uns zwar Züchter im Internet an, besuchten auch eine "Labbizucht", doch wirklich ein Hund für uns war nicht dabei. So wurden die Zeitungen gewälzt und das Telefon in die Hand genommen.
Eigentlich sollte es ein Labi werden, wieso aber nicht einfach mal ein paar Golden Welpen ansehen, erfahrungen sammeln.
So stießen wir auf einen Golden Wurf ganz in unserer Nähe und verabredeten einen Termin um uns Hunde uns Menschen einmal anzuschauen.
Schon an der Haustüre begrüßte uns ein fröhlicher Golden Rüde und eroberte im nu unsere Herzen. Kaum aber ging die Wohnzimmertüre auf trauten wir unseren Augen kaum. 7 Golden Retriever Welpen im Alter von 10 Wochen wuselten um unsere Beine und auch die Mutterhündin wollte einmal „Hallo“ sagen.
Im Gegensatz zu dem Besuch bei der Labbizucht, hatten es uns die Golden direkt angetan und gefielen uns nicht nur vom Optischen.
Eine Entscheidung war nach kurzer Zeit gefallen, eine kleine Lady von hier wollten wir haben. Die Qual der Wahl stand an, welche nimmt man denn jetzt???
Alle waren aufgeschlossen, putzmunter und Menschenbezogen, keiner der aus der Reihe tanzte.
Und dann kam sie einfach als alle anderen durch den Garten wuselten auf mich zu. Bei der Familie „Alina“ getauft, kam angerannt und schlabberte mir schwanzwedelnd die Hände ab. Dieses Bild werde ich wohl nie wieder vergessen.
Da Madame noch nicht für eine neue Familie reserviert war, hieß es für uns, dies wird unser Hund!
Die Familie selber bekam ihren Golden Rüden mit 13 Wochen vom Züchter und wollten die Welpen ebenfalls mit 12-13 Wochen in ihre neuen Familien geben.
Für uns kein Problem, so konnten wir uns gut auf den Welpen vorbereiten und die Welpenausstattung kaufen.
Die Mutter, so erfuhren wir (allerings nur ganz kurz), kam aus zweiter Hand. Der Wurf war ein Unfallwurf, wieso und weshalb, wir haben damals überhaupt nicht weiter nachgefragt!
Mit dem Wissen, baldige Hundebesitzer zu sein fuhren wir nach Hause.
Von unseren „Experiment“ Hund vor 2 Jahren (ein Terrier Mischling aus dem Tierheim, was leider so gar nicht klappte, aber das ist eine andere Geschichte) hatten wir den Kontakt zu unserer damaligen Hundetrainerin gesucht. Wir berichteten von unserem Nachmittag, der Familie, den Welpen und dessen Einzug mit 13 Wochen bei uns.
Ihre nächsten Sätze waren im ersten Augenblick für uns hart, so riet sie uns davon ab, den Welpen erst in 3 Wochen zu uns zu nehmen. Die Prägephase bis zur 16. Lebenswoche sei so wichtig und die sollte ein Welpe in seiner neuen Familie verbringen. Wir hätten den Welpen also lieber gestern als morgen abholen sollen.
Da wir ja nun wirklich keine Ahnung hatten und dort eine Erfahren Person sprach, berieten wir uns nur kurz und griffen im nächsten Augenblick auch schon wieder zum Telefon und riefen bei der Familie an.
Wir schilderten unsere Bedenken und den Ratschlag unserer Hundetrainerin......
Die Familie reagierte recht gelassen und konnte uns auf der einen Seite verstehen, berichtete aber auch von ihren eigenen positiven Erfahrungen. Letzt endlich wäre es aber unsere Endscheidung. Wenn wir wollten, könnten wir die kleine Miss auch jetzt schon haben. Gesagt getan, so waren wir bin weniger Stunden baldige Hundebesitzer.
Der Abholtermin war für den nächsten Tag geplant.
So schnell kann es gehen. Das wir ein mulmiges Gefühl hatten brauch ich glaub ich nicht erwähnen. War es richtig sich überhaupt für einen Hund zu entscheiden, war es richtig den Welpen jetzt schon zu sich zu nehmen..... Fragen über Fragen!
2005 war es wie gesagt schon 2 Jahre her, dass einmal ein Hund bei uns war, und das nur ein paar Wochen. Ausstattungsmüßig hatten wir nichts mehr, da wir damals mit dem Thema Hund abgeschlossen hatten. So ging es morgens erst einmal für den kleinen Fratz shoppen.
Körbchen, Näpfe, die erste Leine und das Halsband, ein bisschen Spielzeug und und und.
Der Abholtermin rückte immer näher und nicht nur mir war auf der Fahrt dort hin ziemlich schlecht.
Wieder wurden wir herzlich begrüßt und konnten noch mal alle Welpen knuddeln.
Formalitäten wurden geklärt, Impfung und Wurmkur besprochen und dann war es soweit.
Paula, wie sie ab jetzt heißen sollte durfte noch ein letzte mal bei ihrer Mama trinken, dann hieß es Abschied nehmen. Einige Tränen flossen und wir machten uns mit unserem neuen Hundkind auf den Weg zum Auto.
Ein neues für Paula ungewohntes Leben sollte beginnen.
Die ersten Kilometer im Auto war mir richtig schlecht und ich hoffte inständig, dass klein Paula die Heimreise ohne Malheur überstehen würde.
Doch die kleine Maus meisterte die Heimfahrt und zeigte sich von ihrer besten Seite.