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BeitragVerfasst: Dienstag 9. März 2010, 23:34 
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Hund: Pepa! aus Malorca, Mischling mit 200 % Jagdhundegenen, 2,5 Jahre alt.
Vorname: Johanna
Verstehe.

Nach 1 1/2 Stunden geht es dann so weiter:

Nach ca. 3 Stunden gehst Du dann ins Haus zurück, lässt alle Türen offen ... und tust so, als sei dir alles egal....
Nach 3 Std. und 2 Minuten suchst Du fiebernd nach: Tel.nr. von TASSO, Registriernummer von TASSO, Impfpass wg. der Chipnummer und Tel.nr von der Polizei.
Du denkst daran, was Du tust, wenn sie überfahren worden ist. Adresse der Klinik!
Du denkst an den Jäger und dass im Naturschutzgebiet kein Hund frei laufen darf...
Du denkst daran, wo Du sie begraben wirst.....und verzweifelst, weil der Boden tiefgefroren ist...Du wirst sie zur Tierärztin bringen müssen...

Dann Du gibst dem Hund noch eine einzige letzte Chance.
Gehst noch mal rufen. Pfeifen. Ein allerallerletztes mal. Die Pfeife kannst du hinterher wegwerfen, weil du sie versaut hast, denn wenn sie sie gehört hat -und das hat sie bestimmt- ist die Verknüpfung mit dem Jagen jetzt perfekt.

Und dann...nach 5 Stunden....wenn sie reinschleicht...sollst Du Dich freuen. Laut und bemerkbar.
Du freust Dich auch, aber Du bist auch soooooooooooo sauer....

In den nächsten Tagen puhlst Du aus Deinem Streusselkuchenhund (Du bist zwischenzeitlich relativ versöhnt und mit den besten Vorsätzen ausgestattet) beim Knuddeln nach und nach einige der 139 Brombeerstacheln aus der entzündeten Haut und staunst über das Hormon Adrenalin, das deinen Hund so ganz ohne Schmerzempfinden hat jagen lassen...

Und Du fängst wieder ganz von vorne an.

_________________
Viele Grüße
Johanna

mit Pepa!
http://pepas-welt.cms4people.de/


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 09:48 
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Hund: Jagdhundmischling = Kira
Berner Sennen = Kane
Bigbear hat geschrieben:
Verstehe.

Nach 1 1/2 Stunden geht es dann so weiter:

Nach ca. 3 Stunden gehst Du dann ins Haus zurück, lässt alle Türen offen ... und tust so, als sei dir alles egal....
Nach 3 Std. und 2 Minuten suchst Du fiebernd nach: Tel.nr. von TASSO, Registriernummer von TASSO, Impfpass wg. der Chipnummer und Tel.nr von der Polizei.
Du denkst daran, was Du tust, wenn sie überfahren worden ist. Adresse der Klinik!
Du denkst an den Jäger und dass im Naturschutzgebiet kein Hund frei laufen darf...
Du denkst daran, wo Du sie begraben wirst.....und verzweifelst, weil der Boden tiefgefroren ist...Du wirst sie zur Tierärztin bringen müssen...

Dann Du gibst dem Hund noch eine einzige letzte Chance.
Gehst noch mal rufen. Pfeifen. Ein allerallerletztes mal. Die Pfeife kannst du hinterher wegwerfen, weil du sie versaut hast, denn wenn sie sie gehört hat -und das hat sie bestimmt- ist die Verknüpfung mit dem Jagen jetzt perfekt.

Und dann...nach 5 Stunden....wenn sie reinschleicht...sollst Du Dich freuen. Laut und bemerkbar.
Du freust Dich auch, aber Du bist auch soooooooooooo sauer....

In den nächsten Tagen puhlst Du aus Deinem Streusselkuchenhund (Du bist zwischenzeitlich relativ versöhnt und mit den besten Vorsätzen ausgestattet) beim Knuddeln nach und nach einige der 139 Brombeerstacheln aus der entzündeten Haut und staunst über das Hormon Adrenalin, das deinen Hund so ganz ohne Schmerzempfinden hat jagen lassen...

Und Du fängst wieder ganz von vorne an.


*looool*

Sorry, ich weiß das ist ernst, aber du schreibst das fantastisch! Ich denke auch nach fünf Stunden würde ich mich so freuen, aber ich wäre wohl auch soooo sauer.

Wie ist das passiert, dass sie dir da abgehauen ist? Wart ihr ohne Leine unterwegs und sie hat was gesehen, oder wie passierte das?

_________________
LG Steffi, mit Kira und Kane sowie dem Chaotenhaufen
Die Wellizucht in Niederbayern: http://wellizuchtbiller.npage.de


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 10:04 
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Hund: Pepa! aus Malorca, Mischling mit 200 % Jagdhundegenen, 2,5 Jahre alt.
Vorname: Johanna
Sie trugt das ausbruchsichere Ruffwear-Geschirr und lief an der Schleppleine.
Dann gab es irgendwo einen Reiz und die Finger waren wegen der Kälte so klamm...und die Leine rutschte durch...
Die Gefahr lag jetzt in dem ausbruchsicheren Geschirr mit der Schleppleine dran...
Dasselbige habe ich nach 2 Std in den Hecken gefunden - mit Schleppleine, die sich in den Hecken verknotet hatte - ohne Hund drin. Gott sei Dank. Nicht auszumalen: sie hätte sich nicht befreien können und wäre nicht gefunden worden bei der Kälte.
Das war ca. Ende Januar.

Seit dem haben wir einiges an unserem Verhalten umgestellt:
Z.B. geht sie am Anfang und Ende des Spazierganges nur an kurzer Leine, zwischendrin wird an der Schleppleine gearbeitet: Gehorsamkeit, Impulskontrolle, Dummy, Fährtenarbeit...
Kurz gesagt: wir gehen nicht mehr spazieren, wir gehen arbeiten.
Diese Einstellung erleichtert das Leben ungemein: Frust minimiert sich und Hund ist ausgelastet.

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Viele Grüße
Johanna

mit Pepa!
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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 13:21 
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Hund: Altdeutscher Strobel
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Karosa hat geschrieben:
Könnte das auch mit den Eigenschaften von Balou, der ja für ähnliche Aufgaben gedacht ist, zu tun haben?



Ja klar, Hütetrieb ist umgeleiteter Jagdtrieb wo es nicht bis zum Ende kommt - fixieren, hetzen etc. ist vorhanden nur der Tötungsbiss eben nicht mehr. Biss ansich findet statt nur wird den Hunden angezüchtet nicht mehr so fest zuzubeissen.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 17:02 
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Hund: Jule 6 Jahre Bracken/ DJT Mix
Vorname: Rena
Fein, dass wir hier so viele sind ;)

Ja, ich wusste, dass sie jagd. Allerdings ist mein vorheriger Cocker ja auch ein Jagdhund,und den ich bestens im Griff, trotz, wie ich heute weiß einer leichten Jagdambition. Mit Jule habe ich mich völlig überschätzt, ich habe gedacht, das kriege ich schon hin. Sie sieht halt mehr wie Bracke aus, und das Problem habe ich im Deutschen Jagdterrier gesehen.
Jaja, da war ich noch im Tal der Ahnungslosen. :traurig
@Johanna, deine Geschichten hören sich genau nach unserem Werdegang an, die Dornen, die Verletzungen, den Spur und Sichtlaut, allerdings war sie nur 3 Stunden weg, aber ich ohne jede Ahnung, wo sie war.
Und einmal war sie weg und es wurde dunkel, da sind wir mit mehrern Leuten los und haben sie gesucht, und auch gefunden. Sie lag mit einer aufgerissenen Pfote in einer Baumwurzel, bei uns verläuft direkt an den Rheinwiesen die Autobahn.
Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, alle Schreckenscenarien liefen vor mir ab. Da läuft man mal´ne Stunde heulend mit Taschenlampe im Dunkeln rum und hofft nur,dass sie keinen Unfall ausgelöst hat.

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LG

Rena mit Jule
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Für die Ausbildung eines Jagdhundes braucht man Geduld, Konsequenz und Empathie.
Zur Ausbildung einer Bracke bracht man von allem eine große Portion mehr.

Zitat eines Jägers


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 17:15 
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Hund: Jagdhundmischling = Kira
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Was war denn bei euch bisher der längste Ausflug des Hundes? Wie ist das passiert?

Bei uns waren es 1 1/2 Stunden.. sie sprang über den Zaun.. dann hatten wir noch zwei Mal 45 Minuten, sie war ohne Leine, sah was oder roch was und ich war am Ende die dumme *Seufz*

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LG Steffi, mit Kira und Kane sowie dem Chaotenhaufen
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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 17:41 
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Hund: Pepa! aus Malorca, Mischling mit 200 % Jagdhundegenen, 2,5 Jahre alt.
Vorname: Johanna
@jule:
wie hast Du es geschafft, daß Du sie frei laufen lassen kannst?

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Johanna

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 23:02 
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Hund: Jule 6 Jahre Bracken/ DJT Mix
Vorname: Rena
@ Johanna

ich finde es hier nicht wieder :wut
aber jemand, ich glaube Mellie, hat sehr differenziert aufgeführt, wie ihre Ausbildung bei den Jägern abgelaufen ist. Bei uns war der Ablauf ganz ähnlich.
Diese Übungen, die dann täglich ausgeführt werden, zeigen deinem Hund erst mal, wer hier ab heute das Sagen hat.
Dann waren es mehrere wesentliche Eckpunkte:
- andere Pfeife kaufen und den Rückpfiff neu aufbauen.
- Impulskontrolle, der Hund muss lernen, sich zurückzunehmen
- sich in den Fokus des Hundes bringen
- der Hund muss mit dir gemeinsam Erfolge haben
- Konsequenz heißt IMMER, keine Nachlässigkeiten mehr
- klare Körpersprache
- soviel Druck, bzw. Nachdruck, wie dein Hund verträgt, wenn es um unangenehme Ausführungen geht.
- Vertrauen schaffen, positiv verstärken

Man kann das nicht pauschalisieren, was bei dem einen Hund das Mittel zum Erfolg ist, muss bei dem nächsten noch lange nicht wirken.
Und über einen Forenaustausch kann man sich Anregungen holen, aber es braucht die Praxis.
Hast du in deiner Umgebung bei der Kreisjägerschaft schon mal nachgefragt? Ich denke, dass eine "normale" Hundeschule dich nicht weiterbringen wird.
Wenn du weitere Fragen hast, immer gerne, ich versuche es dann zu differenzieren.

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LG

Rena mit Jule
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Zitat eines Jägers


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. März 2010, 23:28 
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Hund: Pepa! aus Malorca, Mischling mit 200 % Jagdhundegenen, 2,5 Jahre alt.
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Ja.
da sind wir auf einem richtigen Weg.
Wir haben SOFORT konsequente Änderungen in der Wohnung eingeführt...usw.
Und unsere "normale" Hundeschule ist ein Kindergarten und Pepa! ist da als Gymnasiastin unterfordert.

Kreisjägerschaft ist ein Tip. kannte ich noch nicht.
Aber einen Jäger, der mit der harten Methode arbeitet, würde ich nicht an meinen Hund lassen. Gibt es da auch andere?
Welche Erfahrungen hast Du da gemacht?

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Viele Grüße
Johanna

mit Pepa!
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BeitragVerfasst: Donnerstag 11. März 2010, 07:20 
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Hund: Jule 6 Jahre Bracken/ DJT Mix
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Nur ganz kurz, muss gleich zu einer Tagung.

Nicht alle Jäger haben harte Methoden, bei jedem Hund kann eine Korrektur anders aussehen. Bei einem sesiblen Hund ist eine laute oder gedonnerte Ansprache schon zuviel, ein Drüberbeugen o.ä, und dem Nächsten kann dies völlig schnuppe sein.

Ein guter Jagdhundausbilder, denn nicht jeder Jäger versteht was von Hunden ;) , wird die Maßnahmen immer an deinen Hund anpassen, außerdem entscheidest du, wo Ende ist.
Jule und alle anderen Hunde auch sollten mal ins Down gehen, als die Wiese nass war, heißt leichte Pfütze. Sie haßt Wasser, legt sich ab, schwebt allerdings, liegt nicht richtig.
Ich sollte sie sanft runterdrücken, habe ich Depp auch gemacht, für Jule war das zuviel Druck.
Danach hieß es beim Down, ...und die Herrschaften mit dem Prinzesschen suchen bitte schnell eine trockene Stelle.

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LG

Rena mit Jule
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