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Immer wieder hört man Hundebesitzer, die mit Trainer, Hundeschule oder Verein total unzufrieden sind. Ich persönlich bin mit meinem Hundeverein ziemlich auf die Nase gefallen…. (mehr zu meinen Erfahrungen folgen separat)
Ich denke vorab sollte man überlegen, ob man der Vereinsmensch ist oder doch lieber eine Hundeschule besuchen möchte. Vor- und Nachteile gibt es bei beiden sicherlich.
Meine Erfahrungen bisher: Bei Vereinen zahlt man einen Mitgliedsbeitrag und kann dann meistens an fast allen Kursen kostenfrei teilnehmen, ist aber auch gleichzeitig verpflichtet Vereinsarbeiten zu erledigen. Dafür ist man aber auch in einem fast familiären Umfeld, das oft jahrelang anhält. In einer Hundeschule sind die Preise pro Kurs oft sehr hoch und zeitlich begrenzt.
Woran erkennt man aber eine gute Hundeschule oder Hundeverein? Ich habe im Nachhinein folgende Punkte:
- man sollte als Hundebesitzer seinem (ersten) Bauchgefühl trauen. - Fragen der Hundehalter sollten beantwortet werden, Übungen mehrmals, wenn notwendig auch einzeln geübt werden - auch wenn sich der Hundebesitzer noch so unbeholfen anstellt - die Atmosphäre sollte entspannt sein, das gilt für Hunde und auch für Halter. Dies kann man z.b. bei einer Schnupperstunde als Beobachter oder gleich mit dem eigenem Hund beobachten. - die Trainingsstunden sollten mit genügend Pausen für Hund und Mensch stattfinden - die Hundegruppen sollten überschaubar sein, genügend Trainer sollten bei jeder Übung anwesend sein. Pro Trainer sollten nicht mehr als 4-5 Hunde kommen - ob man sich ein Bild über die Art der dort anwesenden Hunderassen bilden kann, möchte ich hier in Frage stellen. Es gibt natürlich Vereine, wie z.b. den Boxerclub, hier sollte man sich nicht wundern, wenn man mit seinem Zwergpudel alleine dasteht. Auch gibt es örtliche Regionen, in denen es viele sogenannten Modehunde (Labradore, Retriever gibt) ob dies aber Einfluß auf die Qualität des Vereins, der Hundeschule hat, kann man nicht pauschalisieren. Ob man sich nun mit seinem Hund unter „gleichrassigen“ Hunden wohlfühlt oder nicht, hängt von dem Bedürfnis des Besitzers ab. - das Training sollte auf jeden Fall gewaltfrei ablaufen, besteht ein Trainer auf z.b. Stachelhalsbänder o.ä. oder verlangt von Ihnen Handgriffe, bei denen einem nicht wohl ist – sollte man gehen. Man sollte sich auf keinen Fall überreden lassen, denn wenn ein Trainer nicht auf die eigenen Bedürfnisse eingeht oder einen Handgriff nicht versucht zu erklären, wird man hier sicher nicht glücklich. Aber nicht gleich bei jedem „brutal aussehendem Handgriff“ den Trainer als brutalen Schläger verurteilen. Es gibt durchaus Rassen, die robuster sind und eventuell eine durchsetzungskräftigere Hand benötigen, die Trainer sollten auf jeden Fall auf jeden Charakter und jede Hunderasse speziell eingehen. Fühlt man sich dabei allerdings nicht wohl, sollte er auf jeden Fall seine Handlungen deutlich erklären um jedes ungute Gefühl zu vernichten. - bei z.b. Erziehungskursen sollte nicht nur auf dem Hundeplatz geübt werden, sondern auch Alltagssituationen an der Straße, an der Ampel etc. Spezielle Sportarten wie z.b. Agility können natürlich schlecht an einer befahrenen Straße geübt werden, aber auch hier sollte genug Abwechslung geboten werden. - sollten Probleme mit ihrem Hund auftauchen, sollte ein Trainer bereit sein, sich einzeln zu unterhalten, Einzelstunden anzubieten und auf Probleme eingehen. - von Vorteil ist es natürlich, wenn der Verein oder die Hundeschule auch genug Theorie bietet, Seminare oder separate Theoriestunden.
Welpenspielstunden: leider habe ich keinen Welpen und kann hierzu keine eigenen Erfahrungen etc wiedergeben. Kann vielleicht hierzu jemand was schreiben? - die Hunde sollten niemals sich selbst überlassen werden, überredet der Trainer einen mit dem Satz „Lassen sie mal, das müssen die alleine klären“ oder „das ist ganz gut, das der sich mal unterwirft“ sollte man sich seinen Welpen schnappen und das Weite suchen. Man sollte seinem Welpen auf jeden Fall Schutz bieten können und ihn keinesfalls lernen lassen, dass wenn er gnadenlos unterworfen wird, die einzige Möglichkeit für ihn ist, sich mit den Zähnen zu wehren. - Die Hunde sollten nach Größe zusammengesetzt werden, auch wenn man denkt „mein Dackel muss doch erkennen, das die Dogge auch ein Hund ist“ kennt ein Dackel bisher nur Hunde in Dackelgröße und man selbst würde beim Anblick eines Riesen auch erst mal verdutzt dreinblicken ;)
So, was fällt euch noch ein, worauf man noch achten sollte?
_________________ „Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen“ (Ernst R. Hauschka)
Petitionen: Schutz der Hunde http://jakobolo.npage.de/aktuelle_petit ... 40436.html
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