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 Betreff des Beitrags: Hund vegetarisch ernähren
BeitragVerfasst: Montag 4. Januar 2010, 12:45 
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ich hab mir seit gestern noch mal gedanken über die vegetarsiche fütterung von hunden gemacht, wers nicht verfolgt hat woher der ansatz kommt, kann es hier nachlesen topic/52-1289.html?start=0
ich hatte damals, als ich zu barfen anfing diverse sachen zu diesem thema gefunden.

was ich mich z.b. frage, woher bekommt gerade ein welpe, junghund der im wachstum ist das benötigt calcium etc für knochenaufbau? ist das dann chemie?

die frage ist - ist das artgerecht? der hund ist ein fleischfresser. kann man durch obst und gemüse wirklich calcium etc ersetzen, was dem hund ja durch fleischmangel fehlt? kann man mängel am blutbild sehen z.b. calcium?

was sagt ihr zu diesem thema?

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„Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen“
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 Betreff des Beitrags: Re: Hund vegetarisch ernähren
BeitragVerfasst: Montag 4. Januar 2010, 20:10 
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ich habe eben das gefunden

Kann ich bei der Ernährung meines Hundes ganz auf Fleisch verzichten?

Wenn ein erwachsener Hund nicht, z.B. aufgrund einer bestimmten Erkrankung, ganz spezielles Futter benötigt, sondern mehr oder weniger „alles“ frisst, kann man für ihn eine abwechslungsreiche Ernährung aus Milch- und Eiprodukten, Gemüse, Reis und Teigwaren zusammenstellen. Aus wissenschaftlichen Feldstudien lässt sich ableiten, dass es grundsätzlich möglich ist, einen Hund vegetarisch zu ernähren.

Damit es jedoch auf lange Sicht nicht zu Fehlernährungen kommt, muss die Zusammensetzung des Futters ausgewogen sein. Das bedeutet, dass der Energie- und Proteinbedarf sowie der Bedarf an allen Mineralstoffen und Vitaminen gedeckt sein muss und dass die Inhaltsstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen müssen.

Es ist eine Tatsache, dass die meisten Hundebesitzer bei der Ernährung ihres Hundes auf die sich im Handel befindlichen Alleinfuttermitteln zurückgreifen. Untersuchungen von Stiftung Warentest zeigen, dass der größte Teil der angebotenen fleischhaltigen Alleinfuttermittel gut ausbilanziert ist. Um abzuklären, wie die auf dem Markt erhältlichen vegetarischen Alleinfuttermittel zusammengesetzt sind, ließ der Deutsche Tierschutzbund verscheidene Alleinfuttermittel untersuchen, mit folgenden Ergebnissen:

Die Inhaltsstoffe der untersuchten Futtermittel sind rein pflanzlich, d.h. es handelt sich um vegane Futtermittel (ohne Milch-/ Eiweiß).

Der Proteingehalt ist bei den meisten Futtermitteln zu niedrig. Davon ausgehend, dass die Verwertbarkeit von pflanzlichem Eiweiß für einen Organismus geringer ist als die Verwertbarkeit von tierischem Eiweiß, muss der ausschließliche und langfristige Einsatz dieser Futtermittel zu Mangelerscheinungen führen.

Die Menge und Zusammensetzung von Spuren- und Mengenelementen sind in den meisten Futtermitteln nicht optimal.

Es gibt derzeit nur zwei untersuchte Alleinfuttermittel (eines davon wurde aber aus Rentabilitätsgründen bereits wieder vom Markt genommen), die einem gesunden erwachsenen Hund längerfristig gefüttert werden dürften, ohne dass gesundheitliche Schäden zu erwarten sind.

Wir haben unsere Ergebnisse den betreffenden Firmen mitgeteilt und die Firmen aufgefordert, die notwendige Produktoptimierung vorzunehmen.

Hundehalter, die ihre Hunde vegetarisch ernähren möchten, bitten wir darum unbedingt Folgendes zu beachten:

Wer seinen Hund über einen längeren Zeitraum ausschließlich vegetarisch ernährt, darf dies nur auf Basis eines wissenschaftlich erstellten Rationsplans tun. Von ganz besonderer Wichtigkeit sind dabei die individuelle Rationszusammenstellung und die regelmäßige Gesundheitskontrolle bei wachsenden Hunden. Tierärzte, die sich auf Tierernährung spezialisiert haben, sowie Ernährungsberatungen, die oftmals an veterinärmedizinischen Universitäten angeboten werden, können individuelle Rationspläne zusammenstellen.

Erhält ein erwachsener, gesunder Hund nur zwischendurch einmal anstelle eines fleischhaltigen Futters ein vegetarisches Futter, kann ohne Probleme auch ein handelsübliches Alleinfuttermittel gefüttert werden. In diesem Fall sollte aber das pflanzliche Eiweiß in der Futterration mit Magerquark oder gekochtem Ei aufgewertet werden.

Bei der Wahl der Futtermittel sollten wir jedoch auch das Verhalten des Hundes und seine Abstammung nicht außer Acht lassen: Der Hund ist ein Canivore. Er frisst gerne Fleisch. Daher empfehlen wir einem Hundehalter, bei der Ernährung seines Vierbeiners nicht ganz auf die Verfütterung von Fleisch zu verzichten. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn der Hund zwischendurch einmal vegetarisch ernährt wird. Aber: Hunde freuen sich nun einmal auch über einen Knochen oder ein Stück Fleisch.

http://www.tierschutzbund.de/783.html

auch hier wieder meine frage, was ist mit welpen/junghunden im wachstum?

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 Betreff des Beitrags: Re: Hund vegetarisch ernähren
BeitragVerfasst: Montag 4. Januar 2010, 20:11 
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Erfahrungsberichte über die vegetarische Ernährung von Hunden unter http://www.bio-tierkost.de/berichte_hun ... arisch.php

ein bericht mit rezept aus einem vegetarierforum http://www.vegetarismus.ch/info/27.htm

das TH in siegen hat wohl auf vegetarisch umgestellt, hier ein interview mit dem leiter http://www.canis.info/interviews/thsieg ... arisch.htm

es gibt sogar ein buch dazu http://www.amazon.de/Vegetarische-Hunde ... 3926914408

weitere fragen die mir währenddessen einfallen:
- wenn der hund dann auch keine kauknochen bekommen darf, wie hält er die kaumuskeln fit? die werden ja net alle automatisch ganze karotten knabbern
- ist vegetarische ernährung mit zu viel obst und schädigt dem körper/zähne durch zuviel zucker?
- welche zusätze braucht man dann speziell, um knochen und fleischverlust auzugleichen?
- bekommen die hunde dann auch tofu?
- wenn da ein napf stehen würde mit frischem pansen und vegetarischer kost, was würden sie bevorzugen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Hund vegetarisch ernähren
BeitragVerfasst: Montag 4. Januar 2010, 22:17 
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Hund: Schäferhunde
Tinabambina hat geschrieben:
das TH in siegen hat wohl auf vegetarisch umgestellt, hier ein interview mit dem leiter http://www.canis.info/interviews/thsieg ... arisch.htm


Das war mir bisher nicht bekannt und hätte ich auch ehrlicherweise nicht erwartet.

Gut, man könnte jetzt auch argumentieren einen Hund mit getreidelastigem Trockenfutter zu ernähren entspricht nicht einer artgerechten Ernährung. Schon richtig, naturnah ist auch das nicht. Aber ehrlich, einen Hund aus ethischen Gesichtspunkten heraus zum Vegetarier machen? Ich weiß nicht... Für meine Hunde kann ich mir das nicht vorstellen.

Zitat:
bekommen die hunde dann auch tofu?


Vegetarisches Fertigfutter findest Du ohne Probleme in gut sortierten Zooläden und in einigen Onlineshops. Yarrah ( http://www.yarrah.com/index.php?paginaI ... kelID=7052 ) dürfte eines der bekanntesten sein, aber auch Bosch bieten ein solches Futter an oder Marengo. Gibt sicherlich noch einige mehr.

Yarrah bewirbt sein Futter als Alleinfutter ("Komplettfutter" lt HP http://www.yarrah.com ) das nach der Produktbeschreibung auf Zooplus lediglich nicht an trächtige oder laktierende Hündinnen verfüttert werden sollte ( http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundef ... arrah/7161 ).

Bosch hingegen bewirbt sein "Vegetarian Mix" lediglich als Ergänzungsfutter :

"Ergänzt bzw. vervollständigt die Gesamtmahlzeit und gleicht deren Defizite zu einer vollwertigen Ernährung aus oder reichert die Tagesration phasenweise mit besonderen Nährstoffe an. Die Ergänzungsnahrung Bosch Vegetarian Mix kann deshalb nicht als alleinige Futtergrundlage dienen." Quelle HP bosch Tiernahrung http://www.bosch-tiernahrung.de/index.p ... &x=32&y=32

Ebenso bietet Marengo sein "Marengo Country" lediglich als Ergänzungsfutter an ( http://www.ich-will-futter.de/marengo-282.html ). Bei Übergewicht zB könne das Marengo Hauptfutter um 1/3 durch Marengo Country ersetzt werdem allerdings sollte diese Fütterung nicht dauerhaft durchgeführt werden weil
Zitat Marengo HP:

Da aber ein Eiweissgehalt unter 20% auf Dauer zu Mangelerscheinungen beim erwachsenen Hund führen kann, sollte man diese Kur nur für die Dauer von 4- 6 Wochen anwenden. ( http://www.ich-will-futter.de/marengo-297.html )

Einige persönliche Gedanken zum vegetarischem Hundefutter.
Sicher ist es Fakt das immer mehr Hunde auf bestimmte Fleischsorten problematisch reagieren. Ich kann mir gut vorstellen das man als Halter eines Hundes der auf gängige Fleischsorten wie Rind, Huhn, Kaninchen usw allergisch reagiert verzweifelt alles durchprobiert was auf dem Markt erhältlich ist und Besserung verspricht. So gibt es mittlerweile Hersteller die Futter ausschliesslich mit nicht so gängigen Proteinquellen anbieten oder zB auch mit Hirsch ( zB Exclusion Hirsch * Kartoffel) oder Schaf ( zB Herrmanns Bio Schaf ) oder auch Pferd ( zB boos Mustang).

Das man da auf seiner Suche nach einem verträglichem Futter vielleicht auch an vegetarischem Hundefutter vorbeikommt und auch das einmal probiert kann ich durchaus nachvollziehen. Vielleicht würde auch ich in Versuchung kommen meinen Hund wenn er hochgradig allergisch auf die meisten Fleischsorten reagieren würde mit einer vegetarischen Ausschlußdiät zu ernähren? Wer weiß das schon. Wobei ich sicherlich zuerst auf Futtermittel zurückgreifen würde die ein niedriges Allergierisiko haben wie zB die oben genannten Sorten und zudem auf Getreidesorten achten würde. In den vegetarischen Futtern findet sich zB häufig ein größerer Anteil an Weizen oder auch Soja, auch das steht im Verdacht ein nicht zu unterschätzendes allergisches Potenzial mitzubringen.

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Hunde die bellen beißen nicht...!?
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 Betreff des Beitrags: Re: Hund vegetarisch ernähren
BeitragVerfasst: Dienstag 5. Januar 2010, 20:38 
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generell würde ich meinem hund kein fleisch vorentahlten - ABER dann dürfte ich auch kein tf geben, an das ich mich wohl nie gewöhnen werde.
ns ist für mich schon eher artgerechter, ganz ohne fleisch hat für mich nichts mehr mit raubtier hund zutun.

welchen absatz ich entscheidend finde ist dieser

"Erhält ein erwachsener, gesunder Hund nur zwischendurch einmal anstelle eines fleischhaltigen Futters ein vegetarisches Futter, kann ohne Probleme auch ein handelsübliches Alleinfuttermittel gefüttert werden. In diesem Fall sollte aber das pflanzliche Eiweiß in der Futterration mit Magerquark oder gekochtem Ei aufgewertet werden.

Bei der Wahl der Futtermittel sollten wir jedoch auch das Verhalten des Hundes und seine Abstammung nicht außer Acht lassen: Der Hund ist ein Canivore. Er frisst gerne Fleisch. Daher empfehlen wir einem Hundehalter, bei der Ernährung seines Vierbeiners nicht ganz auf die Verfütterung von Fleisch zu verzichten. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn der Hund zwischendurch einmal vegetarisch ernährt wird. Aber: Hunde freuen sich nun einmal auch über einen Knochen oder ein Stück Fleisch.
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das ist raubiertypisch, dabei finde ich aber mache ich beim barfen nix anderes. mal ist es weniger fleisch und mehr gemüse/obst, mal nur fleisch, mal nur nen knochen, mal tf mal ns, mal fisch. nur dass ich nicht mo - mi ohne fleisch füttere und von do - so mit fleisch, ich pampe eben alles zusammen.
aber auch hier steht, dass das fleisch durch andere tierische produkte ersetzt werden sollte. bin ich aber veganer, esse ich doch auch keine eier, quark etc. also kein gesunder ausgleich.
dieses zitat "Die Inhaltsstoffe der untersuchten Futtermittel sind rein pflanzlich, d.h. es handelt sich um vegane Futtermittel (ohne Milch-/ Eiweiß).

Der Proteingehalt ist bei den meisten Futtermitteln zu niedrig. Davon ausgehend, dass die Verwertbarkeit von pflanzlichem Eiweiß für einen Organismus geringer ist als die Verwertbarkeit von tierischem Eiweiß, muss der ausschließliche und langfristige Einsatz dieser Futtermittel zu Mangelerscheinungen führen.

Die Menge und Zusammensetzung von Spuren- und Mengenelementen sind in den meisten Futtermitteln nicht optimal."


mir fällt außerdem auf, dass hier nichts konkretes von welpen etc steht. es wird immer nur von einem "erwachsener, gesunder" hund gesprochen. finde ich sehr auffällig, wie auch den hinweis, den ich gefunden habe, jenny ja auch, was trächtige hündinnen angeht... also MUSS in fleisch etwas drin sein, was der hund braucht.

also mein fazit: wenn es im wechsel ist, ähnelt es dem barfen. ist es aber rein veganisch oder vegetarisch finde ich es sehr hunde-unartgerecht. ich habe einen hund, der kauen, beisen, knabbern, schlingern,. soll. wie er es auf schlund, mit knochen etc macht, es ist ein hund, er hat keine wahn zu sagen "ach, nö, geb mir doch bitte lieber fleisch", nein wir drücken unserem hund unsere überzeugung auf. was spricht gegen schlachtabfälle vom biohof - ach, stimmt zu teuer. tja, ist immer so ne sache mit der überzeugung und dem geldbeutel. wenn man seinem haustier kein fleisch geben möchte, kann man ja eine meersau halten. aber einem hund, seine überzeugung aufzudrücken finde ich schon grenzwertig. der hund ist unser "sklave", er frisst wann wir wollen, er wird an der leine von a nach b gezerrt, er schläft wo wir es sagen, wir dressieren ihn etc etc... lasst ihm doch wenigstens ein bischen instinkt.

so, das wars ;)

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