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 Betreff des Beitrags: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 07:59 
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3 griechische Landschildkröten, Ostrasse
Wollte berichten, dass Babsie jetzt nach 9 Monaten scheinbar richtig angekommen ist bei mir. Seit neustem bewacht sie Haus und Hof, was sie weder in Spanien noch bis jetzt hier gemacht hatte.

Ist alles eine Frage der Entwicklung, das merke ich immer wieder.

Im Grunde war sie doch innerlich recht unsicher, das habe ich gemerkt, wenn ich mal ungeduldig war, wenn sich z.B. andauernd Leinen verheddert hatten, da hat sie richtig Angst gekriegt, sie bekommt Schläge.

Auch wenn ich einen Befehlston anschlage z. B. Rosa gegenüber, dann hatte sie Angst. Das wird mit der Zeit alles besser.

Damit die Hunde im Sommer jetzt nicht andauernd ans Tor rennen, baue ich jetzt ein Rolltor, dass so eingesetzt wird, dass sie nicht sehen können, was vorne am Tor passiert. Da werde ich vielleicht ein paar Blumentöpfe hinstellen, dann wird hoffentlich Ruhe herrschen. Denn wenn der Frühling kommt, lasse ich den ganzen Tag die Türe auf, wenn ich zuhause bin.

Rennen Eure Hunde ans Tor und bellen und nervt Euch das?

_________________
Liebe Grüße
von Karen


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 09:57 
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Das liest sich ja interessant. Wie sich Hunde doch im Laufe der Zeit verändern. Das mit dem zusätzlichem Tor finde ich eine gute Idee.

Bei uns ist es so das Grizzly schon mit 3 Monaten stets an den Zaun im Garten schoß und wie irre rumkläffte wenn Jemand vorbei ging. Das war völlig egal ob das wer mit oder ohne Hund war, er sprang n den Zaun und machte ne Welle. Und jedes Mal belohnte sich sein Verhalten von ganz alleine, denn derjenige den er da verbellen wollte ging natürlich auch vorbei. Aus Hundesicht also erfolgreich vertrieben. Und was Erfolg hat wird eben wiederholt.
Mir war das äusserst unangenehm, doppelt unangenehm natürlich auch durch das Wissen im Hinterkopf das Grizzly mal ein Hund werden wird der an die 35 Kilo auf die Waage bringt. Ginger saß währenddessen meist völlig desinteressiert im Garten und nahm sein Gekläffe nicht ernst. Erst mal. Je älter und kräftiger Grizzly wurde umso mehr ließ sie sich "anstecken", in jeglicher Hinsicht. Besonders schlimm war das bei Spaziergängen wenn Grizzly wieder mal anfing an der Leine regelrecht auszuticken, irgendwann sprang diese heftige Leinenaggression dann auch auf sie um.

Ich hab viel versucht, nichts hat wirklich funktioniert. Ich muss dazu offen sagen das Grizzly allgemein ein sehr unsicherer Hund ist der Inkonsequenz meinerseits gnadenlos ausnutzt und bei uns gerade in den ersten Lebensmonaten durch Falscheinschätzung der Situation viel falsch gelaufen ist. Alleine kam ich aus der Situation nicht mehr heraus. Ich fand dann eine supergute Hundeschule und wir arbeiteten an den Problemen. Je umgänglicher Grizzly im Alltag wurde, umso weniger wurde auch sein Affentanz am Zaun. Ginger war sowieso schnell wieder "runter von dem Trip", sie ist auch einfach nicht der Hund der von Grund auf zu so einem Verhalten neigt.
Aber zurück zu Grizzly. Irgendwann waren wir dann soweit das ich ihn dann auch abrufen konnte wenn er zum Zaun lief, oder, wenn ich mal wieder zu langsam reagiert hatte bereits am Zaun war. Er kam auf Rückruf zurück, bekam eine tolle Belohnung ( bei ihm ist fressen sowas tolles ) und Lob. Er verknüpfte schnell das es was zu fressen am anderen Ende des Gartens gab wenn wer vorbei kam und entschied sich immer öfter dazu nicht erst den Umweg zum Zaun zu laufen sondern immer öfter den direkten Weg zur Belohnung zu laufen - nämlich zu mir.

Aber, das funktioniert nur zuverlässig wenn ich auch im Garten bin. Bin ich im Haus schlägt er trotzdem an. Mit dem Unterschied das er sich nicht mehr reinsteigert sondern lediglich 2 manchmal 3 mal kurz wufft. Sollte es doch mal zu einer Situation kommen wo er häufiger bellt reicht es das ich aus dem Fenster ein kurzes "Ruhe" rufe. Ich muss dazu sagen das unser Garten ca 25 Meter vom Haus entfernt liegt und meine Hunde gerade im Sommer viel im Garten sind, auch wenn ich nicht dabei sitze. Um ein direktes an den Zaun kommen zusätzlich zu vermeiden ( Grizzly hat zB schon mal mit einem einzigem "Wuff" hinterm undurchsichtigem Zaun eine ängstliche Seniorin furchtbar erschrocken die sich dann wild schimpfend entfernte...) haben wir kurzerhand noch einen kleinen Zaun gezogen. Eigentlich war der Zaun ja nur dazu gedacht den Teil des Gartens der zum Gehweg liegt vom restlichem Garten abzutrennen, denn da hat mein Sohn seine Spielecke, sein Gartenhäuschen usw. Der Zaun ist nur ca 70 cm hoch ( der eigentliche Zaun natürlich bedeutend höher), also kein Hinderniss für die Hunde, trotzdem akzeptieren sie ihn. Und seit Grizzly nicht mehr so nah an die Grundstücksgrenze kann ist er zusätzlich ruhiger geworden. Also im Prinzip wie bei Dir mit dem Zusatzzaun ;) .


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 10:33 
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Das ist wirklich interessant, das Verhalten von Grizzly und auch, wie Ginger so als Verstärkung und Solidarität mitmacht, aber doch eher leidenschaftslos.

Bei uns ist ja Toni, der rangmäßig nicht allzuviel darstellt, als Aufpasser sehr engagiert (weil so hippelig, ist er sofort am Tor) und allgemein akzeptiert. Ich glaube, Babsie wollte auch helfen und hat dabei entdeckt, dass sie Talent dazu hat.

Interessant ist, dass alle 4 Hunde ans Tor rennen, Diego und Rosa bleiben jedoch 5 m davon entfernt schweigend stehen, Toni und Babsie springen am Tor hoch (1,50 m) und kläffen, an dieser Stelle machen Diego und Rosa schon eine Kehrtwende und kommen ins Haus. Auch Toni und Babsie lassen sich sehr schnell abrufen, aber Toni ist auch schnell wieder vorort, wenn jemand anderes vorbeikommt. Ich habe aber auch keine Lust, ständig rauszurennen und zu rufen, deshalb kommt der Zusatzzaun, mit dem sie noch nicht mal zu sehen sind von der Straße aus - und natürlich umgekehrt können sie nicht auf die Straße sehen.

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Liebe Grüße
von Karen


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 10:44 
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Karosa hat geschrieben:
deshalb kommt der Zusatzzaun, mit dem sie noch nicht mal zu sehen sind von der Straße aus - und natürlich umgekehrt können sie nicht auf die Straße sehen.


Ich will nicht unken, aber, Grizzly ist noch genauso aufmerksam wie vorher. Denn auch wenn wir am Zaun dichte Hecken haben und am Gartentörchen einen Sichtschutz, der kriegt trotzdem alles mit. Weil er sich jetzt mehr auf Gehör orientiert statt auf Sicht. Früher hat er zB Randale gemacht auch wenn er gar nicht gesehen hat wer vorbei ging, allein die Schritte reichten schon um ihn an den Zaun rennen zu lassen. Aber durch die bessere Abrufbarkeit und die Distanz die durch den Zusatzzaun entstand ist es einfach nicht mehr so wichtig für ihn wie vorher.
Wir haben zB neben dem Gartentörchen einen alten Holzblock liegen, da stellt er sich mit den Vorderpfoten drauf und guckt über den Sichtschutz drüber, umso mehr freut es mich natürlich das er trotzdem verlässlich ist. Bis halt auf wenige Ausreisser, aber die verzeihe ich ihm einfach ;) .


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 11:37 
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Bei uns ist dann wirklich kein Einblick möglich weil sie 90 Grad um das Haus herumschauen müssten, können sie aber nicht, weil das Tor da ist. [aetsch.gif]

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von Karen


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 13:18 
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was wäre denn mit dem plan:

alle zurückrufen, der der nicht nachkommt steht vor verschlossener tür. die anderen drinnen bekommen pansen etc und bekommen etwas davon aufs fell gerieben. so dass kler wird, da drinnen hatten die was ganz tolles, während man selber doof am zaun gekläfft hat und nix mitbekommen hat, weil ja man ja nur doof gebellt hat.

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(Ernst R. Hauschka)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 14:38 
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Das Problem ist, dass Du dann immer rufen musst, wenn sie schon gebellt haben. Im Idealfall bellen sie dann am Tor und kommen dann schnell rein, um die Belohnung zu kassieren.

Ich bin nicht immer schnell genug vor Ort, das ist mein größtes Problem. Ich bin mal in der Waschküche, am Telefon oder sonst was, da kriege ich die nackte Wut.

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von Karen


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 21:03 
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das ist doch schön,das babsi sich nun integriert und endlich angekommen ist!sie macht,was das rudel macht.meine bellen im sommer auch am zaun,bis wir die barrieren gemacht haben,aber nicht wegen dem bellen,sondern weil sich meine ja die ballen abgewetzt hatten!aber ich finde das bellen nicht schlimm.sie signalisieren eigentlich doch nur,das wer kommt.und das ist doch ok?oder?ist doch die aufgabe des hundes.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 21:31 
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Die Aufgabe des Hundes ... das ist wahr. Aber meine Hunde meinen, ihre Aufgabe wäre es, alle zu vertreiben, und das ist nicht richtig, weil die Leute wohnen ja auch rechts und links von uns, bringen die Post oder laufen einfach vorbei.

Das sieht vielleicht aus, wenn Babsie ihren Schädel über den Zaun hängt, zum Davonlaufen gruselig! Das geht zu weit, eindeutig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wachhundeigenschaft
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. Februar 2011, 22:29 
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ok,aber ich meinte eigentlich,wenn sie anschlagen,melden sie,da kommt wer,so machen meine es.wenn die leute weg sind,sind sie dann ruhig.
schön wäre mal ein bild,von der situ,wenn du eins hast.


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